Di, 07. Juli 2009 – 20:15 – Thema: ELONGÓ – Buddies für Flüchtlingsfamilien
Juli 1st, 2009






“Aber gehn’s, Herr Franz …” “Aber schaun’s Fräu’n Marie, wie wär’s mit einer schönen kleinen Überlandpartie?” Auf den Spuren von Hermann Leopoldi haben wir die “Überlandpartie” (deren Mitglieder nur zum kleinen Teil aus Wien stammen – was sie übrigens zu einer echten Wiener Gruppe macht) beim Heurigen in Stammersdorf getroffen. Und haben die Uraufführung eines neuen Wiener Liedes miterlebt. Dann weiter in den Bockkeller in Ottakring, wo wir im Archiv des Wiener Volksliedwerkes in tausenden Flugblättern, Notenblättern und Korrespondenz wühlten, während im ersten Stock im Ballsaal unter Kronleuchtern die Neuen Wiener Concert Schrammeln aufgeigten.

Tupperware-Partys kennt jeder, aber wer war schon einmal auf einer Besenparty? Warum sind immer mehr Blinde ohne Blindenschleife und Stock unterwegs? Kann man heutzutage Besenbinden überhaupt noch erlernen? Und gibt es Computer mit Braille-Schrift? Die Antworten gibt es in unserer aktuellen Sendung aus der Blindenwerkstätte im 14. Bezirk.

Im November 2008 fand der dritte Monat der Fotografie in Wien statt. An insgesamt 100 Orten wurden 125 Ausstellungen mit Werken von 550 FotokünstlerInnen präsentiert. Ein paar von ihnen haben wir mit der Kamera besucht und sie zu ihrer Arbeits- und Herangehensweise an das Medium befragt. Dabei fiel uns auf, dass sich die Unterschiede zwischen der klassischen starren Fotografie und den neuen bewegten Medien wie Video und Animation immer mehr verwischen. Die Grenzen zwischen Raum und Zeit verschieben sich.

Kooperation statt Konkurrenz. 4 Inhaberinnen von 4 Geschäften am Kutschkermarkt haben sich zu den 4 Herz-Damen zusammengeschlossen, werben gemeinsam, kooperieren und helfen einander aus. Zum Beispiel liefert Frau Pöhl vom Käsestand Brot und Aufstrich in die Genussgalerie, um die hungrigen kunstbeflissenen Gäste zu verköstigen. Wir haben die 4 in der Weihnachtszeit besucht und den Genusspfad, wo es im gesamten Marktgebiet kleine Schmankerln um 1 Euro gibt, durchwandert. Für den musiklaischen Weihnachtsgroove sorgen gut bewährt Otto Lechner und Klaus Trabitsch.
Das Rezept: Violetas Minestrone
Für 4 Personen
1,5l Gemüsesuppe kochen
1 Bund Suppengrün oder Gemüse nach Wahl und ein Blatt einer Selleriestange in kleine Stücke schneiden und in der Suppe weich kochen.
In der Zwischenzeit Bandnudeln in extra Topf kochen
Dann eine Dose passierte Tomaten zur Suppe hinzufügen
Am Schluss 1-2 TL Kartoffelstärke hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die grünen Blätter der Selleriestange als Dekoration hineinschneiden.
Nudel hinzufügen, und servieren!

Wir waren zuerst etwas verwirrt als wir die Ausstellung von Theres Cassini im ehemaligen Tresorraum des BA Kunstforums gesehen haben. Aus sich heraus leuchtende Bildboxen, verstörende Barbie-Puppen, gläserne Teller schleckende Leute und Fotos, die an moderne Gemälde erinnerten. Dazu ein Leuchttisch, mit roten, gelben und grünen Gelee-Halbkugeln. Was wir für eine reine Kunstinstallation (berühren verboten!) hielten, stellte sich als essbar heraus – und war auch dafür gedacht. Die Zusammenhänge entschleierten sich aber vollends als wir zu den Lichtspeisen Nr. 19 (und den vielleicht schon letzten) eingeladen wurden. Wir waren beim Kochen dabei und dann auch beim 12-gängigen Menü. Für alle, die es nicht live erleben konnten: hier die Filmdokumentation - und nach langer Zeit gibt es dazu auch wieder ein Rezept.
Das Rezept: SCHWALBENNEST
abgewandeltes Rezept von Ferran Adria für 10 Pers.
Zuckergelatinefasern:
400 g Wasser
130 g Zucker
6,4 g Agar-Agar-Pulver
Mark von 2 Vanilleschoten
Das Mark einer Vanilleschote mit dem Zucker und Wasser in einem Stieltopf mischen. Agar-Agar-Pulver hinzugeben und unter ständigem Rühren bei mittlerer Flamme aufkochen.
Die Gelatine in einer 4 cm dicken und 9 cm breiten Schicht in eine entsprechende Form gießen. 3 Stunden im Kühlschrank hart werden lassen (30min).
Anschließend die Gelatine mit einer groben Haushaltsreibe raspeln, so dass man 9 cm lange nudelartige Fasern erhält. (35 g pro Person) (15min) Im Kühlschrank aufbewahren.
3 Rosa Pampelmusen a 500:
Den oberen und unteren Teil der Pampelmusen bis zum Fruchtfleisch abschneiden, die Schale, einschließlich aller weißen Fasern von der Pampelmuse schneiden. Pampelmuse filetieren.
12 Pampelmusenstücke mit einer Breite von 3 cm zuschneiden.
Die Schnittreste in einen Superbag geben, und den gesamten Saft auspressen. Die Pampelmusenstücke mit dem Saft bedecken und im Kühlschrank aufbewahren (20min).
Suppe aus Kokos und Pampelmuse
180 g Kokospulver
600 g Wasser
320 g Pampelmusensaft
20 g frisch geschnittene Minze
Das Kokospulver im heißem Wasser auflösen.
Durch ein Sieb lassen, in einem luftdichten Gefäß im Kühlschrank aufbewahren. Anstatt des Pampelmusensaftes zB. Preiselbeersaft
oder Mangokonzentrat verwenden.
Die kalten Zuckergelatinefasern in einem tiefen Teller anrichten.
Suppe aus Kokos erhitzen, jedoch nicht zum Kochen bringen, testen ob 1 Zuckergelatinefaser sich auflöst oder erhalten bleibt ( Agar-Agar löst sich bei Hitze auf)
Pampelmusenspalten in Pampelmusensaft (Preiselbeersaft oder Mangokonzentrat) erwärmen.
Die warme Suppe über die Zuckergelatinefasern geben, die Spalten drauflegen, den reinen Pampelmusensaft (Preiselbeersaft oder Mangokonzentrat) im Zentrum plazieren (2 EL) .
Minzenstreifen darüberstreuen.
(für den Saft Mangokonzentrat vom Naschmarkt, oder Wildpreiselbeersirup verwenden).

Die Typographische Gesellschaft Austria – kurz: tga – hat zu ihrem biannualen Kongress auf die Burg Raabs eingeladen – und Okto ist mitgekommen. Nicht zuletzt, weil es spannende Vorträge ganz abseits von Insiderthemen gegeben hat: von Comic bis zu Beatles’ London. Ein Fest für Augen und Gaumen: außergewöhnlich gestaltete Bücher und Weinverkostung. Und wer außer Inspirationen auch etwas Haptisches mitnehmen wollte: im Buchbindeseminar wurde oft bis in die Nacht hinein gearbeitet.