10 – Landler

In Rumänien gibt es drei Ortschaften in denen ein alter österreichischer Dialekt gesprochen wird, das Landlerisch. Die kleine Minderheit der Landler stammt von österreichischen Protestanten ab, die in der Zeit von Kaiserin Maria Theresia wegen ihres Glaubens zwangsweise nach Siebenbürgen deportiert wurden und dabei sowohl alte Bräuche als auch die alte Sprache mitgenommen haben. Dadurch können wir heute noch hören wie man vor 250 Jahren in Österreich gesprochen hat. Die Landler stammen ursprünglich aus dem Landl, womit man früher die Region in Oberösterreich zwischen Wels, Lambach, Vöcklabruck und Gmunden bezeichnet hat, aber auch aus dem Salzkammergut, aus der Steiermark und Kärnten und auch ihre Sprache, das Landlerische, vereint Elemente aus all diesen Regionen. Nach dem Kommunismus sind jedoch die meisten Landler aus Rumänien ausgewandert und so stirbt auch diese Sprache langsam aus, für uns ein Grund noch rechtzeitig die Geschichte der Landler und ihre Sprache mit der Fernsehkamera fest zu halten. Interviewpartner waren:

Pitter Anneliese und Andreas, Bauern in Grosspold/Apoldu de Sus
Familie Rechert, Landler die heute in Deutschland leben
Wagner Maria und ihre Schwester Resi Mam
Helga Meitert, Saxin und evangelische Pfarrerin in Grosspold
Prof. Rudolf Muhr, Universität Graz

Besonderen Dank an: Georg Ottinger und Mag. Thomas Pöchtrager (die beide als Auslandszivildiener für die Landlerhilfe in Rumänien waren)


Zu Gast in Apoldu de Sus in Transilvanien, Rumänien


Wie sind die Landler nach Siebenbürgen gekommen, wie ist das Landlerische entstanden?


Zwei mal ausgewandert, nur mit einem Koffer in der Hand – wie geht es mit den Landlern weiter?

© Andreas Pflügl, 02/2008