ROH:2008:02

Die ganze Sendung zum Anschauen/Download gibts hier
(Quicktime, ca. 25 MB, 320 x 240; H.264/AAC)

* Plakate in Wien
Oftmals überklebte und heruntergerissene Plakate auf Strommasten, Verteilerkästen o. ä. sollen aus dem Wiener Stadtbild verschwinden. Als Ersatz wurden mietbare Plakatierflächen auf Metalltafeln geschaffen (Kultur:Plakat), die aber bezahlt werden müssen, was für nicht kommerziell orientierte Kulturinitiativen nicht leistbar ist. Der Unmut der sogenannten Wildplakatierer machte sich in den letzten Wochen auf Protestplakaten sichtbar kund (http://www.verein-freiesplakat.at/). Der Plakatierer, Volkskundler und Künstler Rudi Hübl bedauert die verschwindende Wildplakatierästhetik und versucht die Eindrücke künstlerisch umgesetzt mit Collagen und auf Schirme geklebte Plakate zu bewahren.
Beitrag: Gerald Patsch, Ettina Zach

* Mahrem. Anmerkungen zum Schleier
Das Tragen des Schleiers wird diskutiert als freiwilliges Bekenntnis, als Betonung und Verteidigung individueller Werte, als öffentlichkeitswirksames Signal, als religiöser Zwang, als Unterdrückung der Frau. Die Bilgi Universität in Istanbul gestaltete als Beitrag zum Diskussionsprozess über das Tragen des Schleiers und des Tschadors im öffentlichen Raum und in öffentlichen Institutionen eine Ausstellung, welche nun im project space Karlsplatz der Kunsthalle Wien (http://www.kunsthallewien.at) zu sehen ist. Zur Ausstellungseröffnung gab es am 23.01.08 einen Vortrag von Nilüfer Göle (Soziologin aus Paris) und eine Diskussion. Nilüfer Göle plädiert in Vortrag und anschließendem Interview für Interkulturalität, Völkerverständigung und künstlerische Freiheit.
Im Beitrag zu sehende Werke von Kutlug Ataman „Women Who Wear Wigs“, Samer Barkaoui „Poster“, Nezaket Ekici „Schleierkampf/Veil Fight“, Parastou Forouhar „Freitag“ und „Schilder“, Mandana Moghaddam „Chelgis I“.
MAHREM. Anmerkungen zum Schleier im project space Karlsplatz der Kunsthalle Wien bis 16.03.08.
Beitrag: Ettina Zach, Erec Ortmann

* zara:monie 2008
ZARA – die Beratungsstelle für Opfer & ZeugInnen von Rassismus – arbeitet seit mittlerweile 8 Jahren für Anti-Rassismus und Zivilcourage. Für die ZARA:MONIE engagiert sich jedes Jahr unentgeltlich eine Vielzahl von freiwilligen HelferInnen, KünstlerInnen und prominenten Personen aus Politik, Kunst, Kultur & Wirtschaft und unterstützen damit die ZARA-Beratungsstelle.
ROH war dieses Jahr wieder mit dabei und befragte die wichtigsten Leute zum Thema Zivilcourage.
www.zara.or.at
www.zaramonie.at
Beitrag: Irina Spataru, Brigita Rakar, Ernst Gruber, Gerald Patsch