Wirtschafts-Lobbyisten gefährden Rechtsstaat

August 27th, 2010

Neoliberale Lobbyisten mischen sich selbst in die Bildungspolitik ein. “Sparmaßnahmen”, Verschulung des Studiums, elitäre Selektion der StudentInnen, Ausbildung für “die Wirtschaft” statt Bildung.
Das Selbe funktioniert auch beim AMS. Mit Schikanösen Maßnahmen und Bezugssperren sollen billige und willige Arbeitskräfte herangezogen werden. Der Mensch wird nur mehr als Kostenverursacher und “Humankapital” gesehen. Der fahrlässige Umgang mit Daten der “Kunden” des AMS wird wohl als Kollateralschaden gesehen.

Doch es gibt auch Widerstand:

Presse AG

Unsere Uni

Österreichische HochschülerInnenschaft

Wien TV.org

WienTV.org

Aktive Arbeitslose

Aktive Arbeitslose auf Facebook

ARGE Daten

Quintessenz

Arbeiterkammer und Datenschutz

ÖGB und Datenschutz im Job

ÖGB: Es bleibt noch viel zu tun beim Datenschutz

Zum Schluss eine Buchempfehlung:

“Das Recht auf Faulheit” auf Facebook

Wikipedia

Terrorismusbekämpfer brechen im politischen Kulturverein “Kaleidoskop” ein

Juli 27th, 2010

Am Nachmittag des 6.​7.​2010 wurde gegen 16h die Tür des Vereinslokals „Kaleidoskop“ brutal eingetreten, das Schloss aufgebrochen. Vereinseigentum, aber auch private Gegenstände wurden – möglicherweise illegal –  ausgeräumt und mitgenommen.

Gegen 18h fanden Mitglieder des Freiraumes die Räumlichkeiten von der Feuerwehr verschlossen vor. Sie dachten zuerst an einen Brand, aber es handelte sich nicht um Brand- sondern um Polizeischäden, die das Vereinsleben existenziell gefährden.

Computer, Festplatten, Seifenblasenlauge, gereinigtes Petro­leum für Feuerjonglage sowie der Tresor mit Handkassen für 2 Projekte waren futsch!

Der Verein wurde vor der Polizeiaktion nicht informiert.

Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung war wegen 2 brennender Mistkübel im benachbarten Arbeitsamt ausgerückt. Aktivisten von “Kaleidoskop” weisen jede Beteiligung an Planung und Durchführung dieser Protestaktion gegen das AMS empört zurück.

“prekär” hat durch eine Meldung der Aktiven Arbeitslosen (siehe auch Beitrag vom 20. Juli) von der Aktion erfahren.

Auch IndyMedia berichtet darüber.

We are not amused! Stellungnahme Durchsuchung 06.07.10

Aktive Arbeitslose

Video brennende Mistkübel

Offener Brief zu den Verhaftungen von Angehörigen der Akademie der bildenden Künste. APA OTS

Uni brennt

Linkes Hochschulnetzwerk

Ausbruch! – Solidarität mit den von staatlicher Repression betroffenen AktivistInnen

STATEMENT VERSCHIEDENSTER FREIRÄUME, VEREINE UND PROJEKTE ZUR STETIG STEIGENDEN REPRESSION


Charles Ofoedu

Juni 17th, 2010

Ofoedu stammt aus Nigeria. Er ist Menschenrechtsaktivist und Künstler. In “prekär” spricht er über seine Arbeit und über die Lebenssituationen in Afrika und “der westlichen Welt”.

In-Between Identities

Theaterstück von Obiora Charles Ofoedu

Das Stück In-Between Identities von Regisseur/Autor Obiora Charles Ofoedu thematisiert die Situation von Menschen, deren Schicksal zum politischen Spielball geworden ist.

Ihr Dasein ist gespannt zwischen den Polen eines ausgebeuteten, durch Krieg und Korruption gelähmten Kontinents und einer Gesellschaft des Überflusses, deren Politiker Ängste und Orientierungslosigkeit für ihre Zwecke nutzen.

Das Leben hat sich in einen abstrakten Projektionsraum verlagert. Die Akteure werden zu Zuschauern und kommentieren ihr Schicksal von Außen.

Text, Regie: Obiora Charles Ofoedu

Dramaturgie: Herbert Schnepf

Freestyle, Technik: Leo Singh

DarstellerInnen: Nana-Gyan Ackwonu, Karin Hötzl, Leopold Zandu

Charles Ofoedu

“Morgengrauen” Ein literarischer Bericht

Nationalbibliothek

Was ist SOHO Ottakring?

“Der 1. Mai” Bis 12. September Museum für Volkskunde

Juni 1st, 2010

Der 1. Mai. Geschichte und Geschichten. (ISBN: 9783901485985)

Wolfgang Maderthaner, Michaela Maier (Hg.)

Acht Stunden aber wollen wir Mensch sein

Schlag zu! Workshop & Podiumsdiskussion

Moderation: PrekärCafé

Freitag, 18. Juni 2010, ab 14 Uhr

99 Gramm Grundeinkommen gegen hexagrammatische Prekarität: Fragen des Lebens und Arbeitens unter den prekarisierten Bedingungen der Gegenwart werden mit der konkreten Utopie eines Bedingslosen Grundeinkommens konfrontiert.

14-15.30 Uhr: Das Hexagramm der Prekarität
Referent: Arndt Neumann und Ute Meier (Euromayday Hamburg)

16-17.30 Uhr: Das Bedingungslose Grundeinkommen
ReferentInnen: Agru Grundeinkommen / unsereuni.at

19 Uhr: Podiumsdiskussion mit ExpertInnen verschiedener politischer Richtungen

“Linke” Musik in Großbritannien und den USA

mit Wolfgang Maderthaner und Roman Horak

Im Anschluss DJs Freund und Braun

Dienstag, 22. Juni 2010, 18 Uhr

Roman Horak und Wolfgang Maderthaner unternehmen einen Streifzug durch ein Jahrhundert angloamerikanischer Musikgeschichte mit besonderem Augenmerk auf dem Liedgut der sozial und massenkulturell engagierten Linken. Ausgehend von den Folksongs eines Woodie Guthrie und dem Blues des Mississippideltas über das Aufbegehren einer studentisch-mittelständischen Jugendkultur der Sechziger und Siebziger bis hin zum radikalen Verweigerungsgestus der Postpunk- und No-future-Generation. Zu hören sein werden Klassiker wie Lou Rawles, Bob Dylan oder Leonard Cohen, weitgehend vergessene Außenseiter wie Edgar Broughton oder Thunderclap Newman, Superstars wie The Kinks oder die Rolling Stones und Exzentriker wie Frank Zappa.

Filmprogramm zum 1. Mai

Moderation: Ulli Fuchs

Mittwoch, 8. September 2010, 18 Uhr

Mit einem Lächeln auf den Lippen. Eine Hausarbeiterin ohne Papiere zieht vors Arbeitsgericht, D 2008, R: Anne Frisius, 57 min;

Résiste! – Aufstand der Praktikanten. D 2009, F: Jonas Grosch, 96 min;

Museum für Volkskunde

Veranstaltungen

Die historischen Filmdokumente, die sowohl in der Ausstellung als auch in unserer Sendung gezeigt werden stammen vom

Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung (WIFAR)

Ausgeschieden

April 25th, 2010

“ausgeschieden”

Diskussionsperformance in der BarRectum des Atelier Van Lieshout, MUMOK OUTSITE04

Text und Regie: Iris Julian

DarstellerInnen: Katrin M. Bernet, Hannes Bickel, Birgit C. Krammer, Yap Sun Sun

Bühnentechnik: Andreas Pamperl

Die Bar Rectum kann Themen beherbergen, die von einem neoliberalen Spaßgesellschaftskörper ausgeschieden wurden:

Prekariat, Alleinerziehen, Migration.

Mittels einer Diskussionsrunde werden sie wieder hereingeholt. Indem SchauspielerInnen für reale Personen einstehen, ergibt sich ein Pendeln zwischen Realität und Virtualität. Das Besondere der Besetzung: die Rollen wurden vertauscht, sodass die Figur des Migranten von der aus Deutschland stammenden Katrin M. Bernet verkörpert wird, der österreichische Ökonom von Yap Sun Sun aus Singapur.

Die Alleinerziehende spielt Hannes Bickel und hinter dem Praktikanten steckt Birgit C. Krammer.

Mit diesem Kunstgriff wird darauf hingewiesen, dass Zuschreibungen keine natürliche Basis haben.

Grundlage für die zur Sprache gebrachten Inhalte ist ein Researchprojekt, das Statements von Betroffenen sammelte. Es zeigte sich, wie Personen in einer neoliberalen Ära als „ausgeschieden“ stigmatisiert werden, um sie als NiedriglohnbezieherInnen auszubeuten. Daher ist es umso wichtiger auf das Potential der Betroffenen jenseits ihrer Etikettierung zu verweisen und die Markierung als ökonomische Strategie zu entlarven.

Iris Julian

Iris Julian empfiehlt folgende Links:

Praktikum

Wirtschaft

Alleinerziehen

Migration

Migration 2

Das Gespenst der Armut geht um in Margareten

April 5th, 2010

“prekär” plant für den 6. April eine Sendung über Armut (in Margareten). Zuerst interviewt Wolf Jurjans Lutz Holzinger zu seinem neuen Buch “Das Gespenst der Armut” und führt uns dann in einem Feature durch seinen Heimatbezirk Margareten und sucht Spuren der Geschichte und Armut dieses Bezirkes.

Ein subjektiv -  literarisches Feature, das auch den Mythos einzufangen versucht.

Dabei wird auch auf eine Veranstaltung hingewiesen, die von den Initiatoren folgendermaßen beworben wird:

Der Zeit ihren Widerstand! Dem Widerstand seine Courage! Das Kulturzentrum ROTPUNKT Margareten ladet ein zum Rundgang durch das couragierte und widerständige Margareten. Wir gehen mit unserer Vergangenheit um und wollen umgehend eine Änderung der Sozial-, Integrations- und Asylpolitik ins Laufen bringen!

1. Sammelpunkt: 15 Uhr Siebenbrunnenplatz
2. Sammelpunkt: 17 Uhr Margarete-Schütte-Lihotzky-Park

Wir sind MargaretnerInnen unterschiedlicher Herkunft, Weltanschauungen, Alter und Geschlecht, die sich mit Stolz an mutige Margaretner Frauen und Männer erinnern,und sich selbst couragiert für ein besseres Margareten, eine bessere Stadt, eine bessere Welt engagieren wollen!

Eingeladen sind alle, die neugierig auf die widerständige Geschichte von Margareten sind, denen Margareten am Herzen liegt, die ihre Ideen, Vorschläge und Forderungen mitteilen wollen, die sie auch – gemeinsam – verwirklichen wollen!

ACHTUNG: NULLTOLERANZ gegenüber rassistischen, sexistischen, andere Menschen verächtlich machende Lösungen!

Die Ex-Muslime stellen sich vor

März 12th, 2010

Das prekär-Team war im Republikanischen Club – Neues Österreich und bringt Auszüge einer Pressekonferenz zu der Cahit Kaya eingeladen hat

Er ist 30, Vorarlberger, hat kurdische Eltern und den Zentralrat der Ex-Muslime in Österreich gegründet. Weil sich sonst niemand gefunden hat, übernahm er auch noch den Vorsitz.

Warum tut sich Cahit Kaya das an? Er hasst es bevormundet oder sogar bedroht zu werden. Da will er sich mit Gleichgesinnten wehren!

Es ist ihm gelungen Mina Ahadi nach Wien einzuladen. Sie ist Gründerin und Vorsitzende der Schwesternvereinigung “Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland”.

Sie berichtet von ihrem Kampf gegen das Schah-Regime und gegen die Mullahs.  Sie kann nichts akzeptieren, was gegen Menschenrechte und Frauenrechte im Besonderen verstößt. Dafür ist sie zum Tode verurteilt worden. Das Urteil ist nach wie vor aufrecht und die Polizei gibt ihr Personenschutz.

Links:

Ex-Muslime Österreichs und Sympathisanten auf Facebook

Ex-Muslime Deutschland

Interview Cahit Kaya auf Vorarlberg Online

Cahit Kaya Interview im Humanistischen Pressedienst

Mina Ahadi

“Wir wollen mehr!”

Februar 9th, 2010

Das war das Motto von 7500 empörten TeilnehmerInnen an den Demonstration in Wien, Linz, Graz und Klagenfurt am 14. Jänner. Es geht den Beschäftigten des privaten Sozial- und Gesundheitsbereichs nicht nur um Löhne von denen man/frau leben kann, sondern auch um Druck auf die Politik, die für die Finanzierung des Sozial- und Gesundheitsbereiches verantwortlich ist.

“prekär” sprach mit dem Vorsitzenden der ÖGB/ARGE Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe Josef Zellhofer über die Hintergründe.

Die Gewerkschaften vida und GPA-djp unterstützen diese Forderungen – bis zum Streik!

GPA djp

Vida

ARGE Gesundheitsberufe OÖ

Zukunft für Haiti

Januar 20th, 2010

Die Honorarkonsulin von Haiti Frau Marie Yolande Dreihann-Holenia ersucht alle, die Haiti helfen wollen, ihre Spenden mit dem Vermerk “HAITI” zu versehen, da nur so gewährleistet ist, dass die Mittel wirklich dem Land zugute kommen.

Bologna? Die Erklärung.

Januar 12th, 2010

Schon lange nicht mehr auf der Uni im Hörsaal C1 auf dem Campus gewesen?
Das Prekär-Team war beim ersten Plenum 2010 von „Uni brennt“ dabei.
Anna Erika Paseka recherchierte den letzten Stand der Ereignisse und interviewte AktivistInnen.
Im Mittelpunkt der Sendung stehen die Arbeitsgruppen „Bologna und Gipfel in Wien“ und „Erste Hilfe und Krisen“.
Aber auch Helfer redeten mit uns.

Bologna Prozess

Unsere Uni