„instinkt“, die Sendung für Jugend- und Popkultur, wühlt wieder unter der profitablen Oberfläche der Pop-Glitzerwelt.
Moderatorin Kathi bei der Arbeit
Im neuen Layout- Gewand fragen wir uns diesmal: Wie scheisse ist Wien eigentlich? Auf der Suche nach Wiens Schattenseiten haben wir Grantigkeit, Xenophobie und ein kleines Stück der österreichischen Volksseele gefunden. Buchautor Gerhard Roth, die Jungs von „Ja, Panik“ und Ute Bock haben uns dabei geholfen.
Zusammenstoß von Demonstranten und Polizei
Wir waren auf der Demo gegen den WKR-Ball am 29. Jänner, die mit Körperverletzungen, Verhaftungen und etwa 700 Anzeigen endete. In unserem Beitrag kommen beide Seiten – Demonstranten wie die Polizei – zu Wort.
Amanda Palmer in der Arena Wien
Amanda Palmer, Sängerin der Dresden Dolls, erzählt warum sie ihr Privatleben auf Twitter und co. offenbart, im Selbstversuch üben sich instinkt-Redakteure im Bierbrauen und außerdem haben wir festgestellt, dass „Der Pate“ auch auf der Theaterbühne eine gute Figur macht – ein Angebot also, dass niemand ablehnen kann.
instinkt / 2. Staffel / Folge 1 Erstausstrahlung: 10. Februar / 21:00 Uhr
Mailand, Paris und New York stehen für eine schillernde Modeszene. Den Traum vom internationalen Erfolg als Designer haben auch junge ModestudentInnen in Wien. Andere sind bereits mit der Ausbildung fertig und gründen ihr eigenes Label oder sind von Anfang an ihren eigenen Weg gegangen. Die Industrie lockt kreative Talente mit Wettbewerben und die Förderstelle “Unit F” fördert Einzelprojekte mit bis zu 7.500 Euro. Eine vitale Modeszene mit Anspruch auf Internationalität. “in.stinkt” hat sich für euch angesehen, was österreichische Mode-Designer (in spe) zu bieten haben.
Wenn wir schon so ein tolles Studio haben mit Kameras, Scheinwerfern und High-Tech-Regieraum… na dann müssen wir das auch ausnutzen! Gesagt getan: Mit drei wortgewandten Studenten diskutierte Herr Kollege Axel Beer zum Thema “Rollenbilder”. Nein, nicht schon wieder so eine öde Gender-Debatte, werden vielleicht einige sagen. Keine Angst! Wir bleiben in der Realität verwurzelt und betrachten den jugendlichen Standpunkt.
“Männer sind Männer. Frauen sind Frauen.” Die Kategorie Geschlecht teilt die Menschheit in zwei Lager… oder gar auf zwei Planeten auf. Sollten Venus- und Marsbewohner wirklich Lichtjahre voneinander trennen? Oder sind Männer und Frauen im Grunde gleich – Gender bloß ein soziales Konstrukt?
Über lange Zeit hat es eine klare Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern gegeben: Männer jagen Mammuts während Frauen Beeren sammeln und Feuer machen. In den Augen unserer Großeltern gehörte sich das so.
Heute sind Männer und Frauen vor dem Gesetz gleichgestellt. Doch gilt auch “Gleicher Lohn für gleiche Arbeit”? Frauen verdienen im Schnitt ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Einkommensschere geht Hand in Hand mit der Unvereinbarkeit von Familie und Beruf. Kinder kosten Frauen oft ihre Karriere. Kein Wunder, wenn gerade mal 2 Prozent der Jung-Väter in Karenz gehen.
Können wir unter diesen Umständen alte Rollenbilder überwinden? Was versteht die junge Generation unter einem “echten Mann” oder einer “echten Frau”? Gibt es das überhaupt?
Trinken. Tanzen. Party machen. Österreichische Jugendliche feiern oft und gerne mal die ganze Nacht lang. Oder sie trinken einfach in gemütlicher Runde ein Bier. Sei es in Wien, Linz, Villach, Dornbirn oder gar Dublin. Welche regionalen Unterschiede gibt es? Oder feiern alle gleich? Steckt in den gängigen Klischees nicht doch ein Körnchen Wahrheit? Wir haben unsere Koffer gepackt und sind ausgeschwärmt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Folgendes haben wir dort gefunden:
Sperrstunde im Flex: Stenzel vs. Eller
Party auf der Insel: Wie die Iren feiern
Linz09: Koma-Saufen in der Altstadt
„Chillach“: Alternativen zu Fasching & Co
Provinzschock: Ein Abend in Dornbirn
Erstausstrahlung: 14.01.2009 / 21:00 Uhr Zum Abschluss noch ein Blick hinter die Kulissen…
Angefeuert von Medien und Konsumgesellschaft gibt es in der Pubertät für viele Jugendliche nur ein Ziel: es zu treiben. Daneben wirkt die christliche Sexualmoral mehr als nur verstaubt. “Wenn eine Glaubensgemeinschaft Regeln aufstellt, die mit Angst verbunden sind, können diese beengend auf das ganze Denken, die Gefühle und die körperlichen Möglichkeiten wirken”, erklärt Bettina Weidinger vom Institut für Sexualpädagogik. Die traute Welt des sonntäglichen Kirchenbesuchs wird mit Aufkommen des Sexualtriebs gehörig aufgewühlt. Viele Jugendliche wenden sich von der Kirche, von ihrem Glauben ab. Das religiöse Umfeld des Jugendlichen steht seinem sexuellen Ausleben hilflos gegenüber. Sigmund Freud hätte seine Freude damit. Er sprach Zeit seines Lebens von der Religion als “universeller Zwangsneurose”. Religion ist also nicht sexy. Oder doch?
“Gott gibt mir viel mehr Freude und Erfüllung, als es Sex jemals könnte”, erklärt Florian Vorisek, Priesterseminarist in Wien. Und damit ist er nicht alleine. Religionswissenschafterin Dr. Birgit Heller sieht sogar einen Trend unter manchen Jugendlichen, bewusst mit sexuellen Erfahrungen bis zur Ehe zu warten. Kann spirituelle Erfahrung ein Ersatz für sexuelle Befriedigung sein? Oder hat ein mangelndes Ausleben des Sexualtriebes fatale Auswirkungen auf die Psyche? Welche Rolle spielen religiöse Glaubenssätze und Dogmen im Sexualleben der Jugendlichen? Ist Homosexualität mit christlichem Glauben vereinbar? Am Mittwoch, den 13. Februar um 21.00 Uhr geht in.stinKt! diesen Fragen auf den Grund.
Pop ist tot. Es lebe der Pop! Was Popkultur so alles drauf hat, will in.stinKt! herzeigen. Ein Magazin also, das sich den stumpfen Dogmen des Plastikpop verweigert. Wir wollen unter der profitablen Oberfläche der Glitzerwelt wühlen. Dort, wo Pop in knallbuntem Getöse neue Wege beschreitet. in.stinKt! zeigt populäre Jugendkultur als Schrittmacher der Innovation. Let’s make 1969 forever!