Der dritte F13 Aktionstag steht vor der Tür: der 13.November.
Was am Freitag, dem 13.Februar 2009 und Freitag, dem 13. März geschah und was man am 13.November so alles anstellen könnte, sehen sie in der Augustin TV Sendung am Donnerstag 22.Oktober bis 29.Oktober auf OKTO.
Freitag, der Dreizehnte – F13 – Eine Art Fasching, aber subversiv
An jedem Freitag den Dreizehnten veranstalten verschiedene Initiativen gemeinsam einen Aktions- und Feiertag, für und mit all jenen, denen mangels Konsumkraft der öffentliche Raum entzogen wird oder die dadurch gesellschaftliche Diskriminierung erfahren. Dabei soll das mythische Unglücksdatum zum Glückstag umfunktioniert werden und so ein neuer urbaner Volxbrauch entstehen.
Alle sozialen und künstlerischen Initiativen sind herzlichst dazu eingeladen, die nächsten F13’s mitzugestalten. Jedes Projekt steht dabei unter Eigenverantwortung, da keine zentrale Organisationsstelle existiert.
Wir fordern u.a. freie Fahrt für Obdachlose, Sozialhilfeempfänger/innen, Asylwerber/innen und Flüchtlinge!
Beim letzten internationalen Straßenzeitungstreffen wurde es noch einmal klar: Bei keiner der ca. 150 Straßenzeitungen ist die Gruppe der Verkäufer/innen so bunt zusammengesetzt wie beim Augustin: Arbeitslose, Obdachlose, Alkoholiker, Junkies, psychisch Kranke, solche, die mit dem System nichts zu tun haben wollen und solche, die kaum Chancen haben in dieses System hineinzukommen, Asylwerber/innen, Flüchtlinge, Menschen mit verschiedensten kulturellen Hintergründen (die Aushänge beim Augustin werden in 6 verschiedene Sprachen übersetzt), Jugendliche, alte Menschen, Langzeitarbeitslose,… Menschen, denen keine Möglichkeit gegeben wird, soviel Geld zu verdienen, oder soviel Unterstützung zu bekommen, dass sie über die Runden kommen. Viele dieser Menschen sind wahre Lebenskünstler/innen von denen man sich noch eine Menge abschauen kann. Wir werden in dieser Serie jeweils 2 Augustiner/innen vorstellen, um aufzuzeigen wie unterschiedlich die Menschen und die Gründe sind warum sie die Straßenzeitung verkaufen und welche Strategien sie sich erarbeitet haben, um ihr Leben zu meistern.
Teil 1 : Hömal und Alpha.
Zum Thema Religion und Tischtennis.
Wir alle wissen, wie unkonzentriert und labil wir nach einer Nacht mit unruhigem oder wenig Schlaf sind. Mit welchen Schlafschwierigkeiten und Schlafstörungen müssen da erst jene Menschen kämpfen, die keine Wohnung haben? Und wie wirkt sich das auf ihr ohnehin schon schwieriges Leben aus? Obdachlose Menschen leiden an permanenten Schlafproblemen und derenFolgen. Eine Schlafforscherin beleuchtet die auftauchenden Fragen aus wissenschaftlicher Sicht.
Die Autorin hat verschiedene Schlafplätze von Obdachlosen besucht und u.a. über ihre Schlafgewohnheiten gesprochen: Beim Caritas Projekt „die Gruft“, mit zwei Bewohnern der Donauinsel, oder dem Augustinverkäufer, der in einem Lüftungsschacht wohnt. Dabei wird klar, wie der Mangel an erholsamem Schlaf Menschen weiter ins Abseits drängt und warum diese ein „Recht auf Schlaf“ fordern.
Der Augustin ist in den letzten 14 Jahren stetig gewachsen. Und wird immer mehr gebraucht.
Anhand der unterschiedlichen Verkäufer und Verkäuferinnen, bzw. der Menschen, die sich an den Augustin wenden, haben die 4 Sozialarbeiter/innen im Vertrieb einen direkten Spiegel der sich immer verschlechternden Sozial-, und Asylpolitik. Immer mehr Menschen sind geldlos, fallen aus dem System und versuchen beim Augustin einen Platz zu finden. Doch das Augustinprojekt ist an seine Grenzen gestoßen.
Ca. 450 registrierte Verkäufer und Verkäufer/innen und eine Zeitungsauflage von 33.000 Stück alle zwei Wochen müssen erst einmal gehändelt werden.
Das ist die Aufgabe der 4 Sozialarbeiter/innen, ohne deren Engagement bei ihrer Arbeit der Augustin nicht so gut rennen würde. Ein Grund dafür sehen die 4 auch in ihrem eigenen Ansatz der Sozialarbeit, über den sie in dieser Augustin Sendung mehr erfahren können
Die Serie:
Durch Reisen in andere Welten bekommt man einen besseren Blick für das Eigene od. Neue Bilder braucht das Land
Der Alltag von Senegalesischen Frauen, die ich bei meiner zweiten Reise in das Casamance gebiet /Senegal getroffen habe. Wie sieht deren Bild der österreichischen Frauen aus und was wünschen sie sich.
Im Vergleich dazu 2 österreichische Frauen, die auch schon länger in Senegal gelebt haben und mit Senegalesen verheiratet sind. Was haben sie von den afrikanischen Frauen gelernt.
Interviews über ihre Einstellungen zum Leben und wie sie die Unterschiede zwischen Europa und Afrika sehen.
Erstausstrahlung:Donnerstag, 4. Juni, 21 Uhr
WIR FORDERN FREIE FAHRT FÜR OBDACHLOSE, SOZIALHILFEEMPFÄNGER/INNEN, ALSYWERBER/INNEN UND FLÜCHTLINGE UND GLEICHES RECHT FÜR ALLE!
Durch Reisen in andere Welten bekommt man einen besseren Blick für das Eigene oder Neue Bilder braucht das Land
Im ersten Teil dieser Serie, die im März 2008 auf OKTO ausgestrahlt wurde, haben wir den Musiker „Solo“ Ibrahima Kouyate in Senegal getroffen und durch ihn und seine Musik v.a. seinen Texten einen ersten Eindruck in die Senegalesische, bzw. Mandinke Kultur bekommen. Im Laufe eines Jahres konnten wir zweimal ein Künstlervisum für Solo Kouyate erwirken, wodurch er seine ersten Erfahrungen mit Europa/Österreich machte.
Wie unterschiedlich die zwei Welten sind, v.a. was den Alltag und das Leben miteinander angeht und wie schwierig es sein kann dies alles zu verstehen und miteinander zu verbinden, haben wir versucht in 30 Minuten Film zu packen.
Ein Vergleich zwischen Österreich und Senegal. Bzw. Wien und Ziguinchor/Kafountine aus dem Blickwinkel eines reisenden Musikers, dem Griot Solo Kouyate.
Solidarisches Handeln und Denken -
Alternativen gegen die Ohnmacht
mit: Joana Adesuwa Reiterer (Verein EXIT), Manfred Ecker (Linkswende), Heinz Fronek (connecting people), Anna Gruber (Verein Grenzenlos), Astrid Hackl (Plattform der Bürgerinitiativen), Martin Haiderer (Wiener Tafel – Verein für sozialen Transfer), Michaela Moser (die Armutskonferenz), Werner Titelbach (sinnvoll tätig sein – Netzwerk für gemeinsame selbstbestimmte Arbeit), Arno Uhl (Kost-Nix-Laden), Klaus Werner-Lobo (freier Journalist, Autor und Clown) u.a.
Co-Moderation: Philipp Sonderegger (SOS-Mitmensch)
Ein Tipp. Gangster Girls ab 27. März im Stadtkino Ein Dokumentarfilm aus dem Frauengefängnis Schwarzau.
Bei der Vorpremiere in Wiener Neustadt dabei und begeistert von diesem Werk haben wir mit der Film-, Text- und Theaterarbeiterin Tina Leisch (Regie und Konzept) und Univ.Prof. Dr. Mag. Wolfgang Gratz (Studiengangsleiter Public Management FH Campus Wien)über diesen gelungenen Film und die Sinnhaftigkeit von Gefängnis gesprochen und Ausschnitte aus dem Film ausgewählt.
Zitat einer Ex Insassin (siehe www.gangstergirls.at) :“ Im großen und ganzen sind die Beamten von der Schwarzau eh in Ordnung. Natürlich gibt es da ein paar Ausnahmen und ich denke genau diese Ausnahmen werden hauptsächlich im Film dargestellt, und zwar weil man genau auf die eine Wut im Bauch hat und da kann man ihnen im Theater ein bißchen was zurückgeben ohne negative Folgen. Aber das heißt nicht, dass alle Beamte so sind. Die meisten Beamten sind menschlich. Allerdings manche glauben, sie müssen einen täglich spüren lassen, dass sie an der Macht sind. Die Häftlinge wissen ja eh das die Beamtinnen am längeren Hebel sitzen, da muss man es einen doch nicht immer und ständig spüren lassen…….“